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Vorlaufzeit

Die Vorlaufzeit ist die Spanne zwischen einer Freigabe oder Bestellung und dem Zeitpunkt, an dem das Bauteil montiert werden kann. Sie ist im Terminplan oft nicht sichtbar, weil in dieser Zeit auf der Baustelle nichts geschieht – terminwirksam ist sie trotzdem.

Die Kette vor der Montage

Vor der eigentlichen Produktion liegen mehrere Schritte, die je eigene Dauer haben: Werkpläne abgeben, Werkstattpläne erstellen, Rückmeldungen einarbeiten, freigeben – und erst danach beginnt die Fertigung. Bei Fenstern und Aussentüren sind Produktionszeiten in der Grössenordnung von rund acht Wochen üblich.

Entscheidend ist der Startpunkt: Bauteile wie Storen oder Geländer werden am gebauten Objekt aufgemessen. Die Produktionszeit läuft damit erst ab einem Zeitpunkt mitten im Bauablauf, nicht ab Projektbeginn – auch hier sind rund acht Wochen ein üblicher Richtwert.

Trocknungszeiten

Ähnlich verhält es sich mit Wartezeiten am Bau selbst. Ein Unterlagsboden muss vor den Bodenbelagsarbeiten austrocknen. Als Faustregel wird dabei rund eine Woche Austrocknung je Zentimeter Einbaustärke angesetzt – bei 65 Millimetern also etwa sieben Wochen. In dieser Zeit wird an der Fläche nicht gearbeitet, der Ausbau ist dennoch blockiert.

Was daraus folgt

Solche Zeiten gehören als eigene Vorgänge in den Plan, nicht als stiller Puffer im Kopf der Bauleitung. Werden sie nicht abgebildet, wirkt ein Terminplan schlüssig, ohne es zu sein: Die Montage steht früher, als sie stehen kann. In Menira lassen sie sich als eigene Balken mit Abhängigkeit führen, sodass eine Verschiebung im Rohbau bis zur Montage durchschlägt.

Die genannten Zeiträume sind Grössenordnungen aus der Ausbildungs- und Baupraxis. Massgebend sind die Angaben des jeweiligen Unternehmers und die Bedingungen des konkreten Projekts.

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  • Bauzeitenplan
  • Abhängigkeit
  • Kritischer Pfad
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