Meilenstein
Ein Meilenstein ist ein markanter Zeitpunkt im Projektverlauf – etwa Baubeginn, Rohbauabnahme oder Übergabe. Anders als ein Vorgang hat er keine Dauer; er markiert ein Ereignis, nicht eine Tätigkeit.
Wozu Meilensteine dienen
- Sie geben dem Terminplan feste Orientierungspunkte.
- Sie eignen sich für die Kommunikation mit Bauherr und Behörden.
- Sie machen sichtbar, ob ein Projekt im Zeitplan liegt.
Die Meilensteine der Bauherrschaft
Im Hochbau hat sich eine wiederkehrende Kette von Meilensteinen eingespielt, an der sich die Bauherrschaft orientiert. Sie steht üblicherweise zuoberst im Gesamtbauprogramm:
- Vergabe des Rohbaus auf Basis der Ausschreibung.
- Baubeginn.
- Rohbauende – zugleich der Start für den Rohbau der Haustechnik.
- Fassadengerüst demontiert – erst danach können die Umgebungsarbeiten anlaufen.
- Vorabnahme.
- Übergabe an die Bauherrschaft.
Diese Punkte sind mehr als Berichtspunkte: An mehreren von ihnen hängt der Start ganzer Gewerke. Deshalb lohnt es sich, sie als eigene Marken zu führen und nicht im Balken eines Vorgangs verschwinden zu lassen.
Zwischen dem Abschluss der Bauarbeiten und der Übergabe liegt zudem ein eigener Zeitbedarf für Vorabnahmen, Mängelbehebung und Reinigung – als Richtwert gelten rund fünf Wochen. Wird die Übergabe direkt an das Bauende gesetzt, fehlt diese Zeit im Plan.
Vorgegeben werden solche Meilensteinketten in der Schweizer Praxis üblicherweise in Kalenderwochen und über beide Baujahre hinweg – „Rohbauende Ende KW 41“ statt eines Tagesdatums. Auf dieser Ebene ist die Woche die ehrlichere Angabe: Sie hält den Meilenstein verbindlich, ohne eine Genauigkeit zu behaupten, die der Bauablauf ein Jahr im Voraus nicht hergibt.
In Menira werden Meilensteine als Raute im Gantt-Diagramm dargestellt und lassen sich mit Vorgängen verknüpfen.