Wochenprogramm
Das Wochenprogramm ist die unterste und feinste Ebene der Terminplanung. Es hält fest, welches Gewerk in den kommenden Wochen an welchem Bauteil arbeitet – tageweise statt wochenweise, und für einen überschaubaren Zeitraum statt für das ganze Projekt.
Zeithorizont und Aufbau
Üblich ist ein rollendes Fenster von etwa vier Kalenderwochen mit Spalten für die Arbeitstage Montag bis Freitag. Die Zeilen gliedern sich nach Arbeitsbereich und Arbeitsgattung – also nach Bauteil oder Haus und nach ausführendem Gewerk.
- Bauteil oder Arbeitsbereich als Zeilengruppe, damit sichtbar wird, wo mehrere Gewerke gleichzeitig arbeiten.
- Eine eigene Zeile für die Abnahmen der Bauleitung, damit Prüftermine nicht untergehen.
- Eine Bemerkungsspalte für Bedingungen, die zum Termin gehören.
- Ein Versions- und Standdatum, weil das Programm wöchentlich neu ausgegeben wird.
Verhältnis zum Gesamtbauprogramm
Das Wochenprogramm ersetzt das Gesamtbauprogramm nicht, sondern setzt es um. Aus dem übergeordneten Plan ergibt sich, was in einem Zeitraum fertig sein muss; das Wochenprogramm verteilt diese Vorgabe auf Tage und Gewerke. Läuft es dem Gesamtbauprogramm davon oder hinterher, ist das ein früher Hinweis auf eine Terminabweichung – oft der erste, den die Bauleitung überhaupt bekommt.
Weil es wöchentlich neu entsteht, ist es zugleich das Dokument, das den tatsächlichen Bauablauf am dichtesten festhält. Aufbewahrt und datiert wird es damit zu einem Beleg dafür, wann welches Gewerk tatsächlich auf der Baustelle war.