Arbeitsgattungen im Bauterminplan
Die Arbeitsgattung benennt, welches Gewerk einen Vorgang ausführt: Baumeister, Zimmermann, Sanitär, Maler. Im Terminplan steht sie neben der Bezeichnung des Vorgangs und beantwortet die Frage, wer auf der Baustelle steht, wenn dieser Balken beginnt.
Was die Arbeitsgattung im Plan leistet
- Sie macht Zuständigkeit lesbar, ohne dass ein Name im Plan stehen muss.
- Sie erlaubt, verwandte Vorgänge zu gruppieren und gemeinsam zu betrachten.
- Sie verbindet den Terminplan mit Ausschreibung und Abrechnung über eine gemeinsame Bezeichnung.
- Sie zeigt beim Blick auf eine Woche, wie viele Gewerke gleichzeitig auf der Baustelle sind.
Bezeichnung vor Nummer
In der Praxis wird die Arbeitsgattung oft mit einer Nummer aus der Kostengliederung gleichgesetzt. Für die Terminplanung ist das die schwächere Wahl: Auf der Baustelle wird nach dem Gewerk gefragt, nicht nach einer Ziffer. Eine sprechende Bezeichnung ist im Plan sofort lesbar – auch für Beteiligte, die die Kostensystematik nicht im Kopf haben.
Das schliesst die Nummer nicht aus. Wer eine eigene Codierung führt, kann sie hinterlegen und im Plan mitführen. Der Unterschied liegt darin, was die führende Ordnung ist: der Ablauf, nicht die Kostenstelle.
Zwei Ordnungen, die nebeneinander bestehen
Ein nach Kostengruppen sortierter Balkenplan liest sich wie ein Budget und zeigt den Ablauf nicht mehr. Zwei Vorgänge derselben Gattung können Monate auseinanderliegen; zwei Vorgänge derselben Woche stammen oft aus ganz verschiedenen Gattungen. Die Gliederung des Terminplans folgt deshalb dem Bauablauf – die Arbeitsgattung bleibt die Zuordnung dazu, nicht die Sortierung.
In Menira
Die Spalte Arbeitsgattung steht in jedem Projekt zur Verfügung und nimmt freien Text auf – vom kurzen Gewerkenamen bis zur eigenen Codierung. Sie erscheint im Plan und im druckfertigen PDF, und lässt sich ausblenden, wo sie nicht gebraucht wird.